Und weiter gehts:
Die USA sind ein Hightech-Land, jedenfalls meistens. An manchen Stellen fühle ich mich dann aber, als wäre ich zurück in der Steinzeit. Hier mal ein paar kleine Anektdoten aus meinem begrenzten Kosmos. Natürlich kann es sein, dass es woanders in den USA komplett anders aussieht. Mir doch egal.
Waschmaschinen In Deutschland erzählen sie dir, dass die neuen Waschmaschinen so lange waschen, um Wasser zu sparen etc., außerdem soll man doch bitte möglichst bei 30 Grad waschen. Hier ist das anders. Die Waschmaschinen hier laufen 30 min und es gibt 2 Temperaturen: warm und kalt. Die WM hier heizt das Wasser nämlich nicht selber, sondern bedient sich einfach dem warmen und kalten Wasser aus der Leitung. Wie warm das ist, weiß niemand so genau, man merkt es schon, wenn die Klamotten eingehen. Aber wenn die Waschmittel hier bei kaltem Wasser in 30 Minuten hygienisch rein machen wollen, sind die wohl auch eher agressiv. Außerdem dreht sich hier die Trommel oft nicht, stattdessen gibt es da so einen Propeller, der die Wäsche durch die Gegend prügelt.
Bus Der öffentliche Nahverkehr hier ist ja eigentlich eh ein Thema für sich. Die Busse halten zwar jeden zweiten Block, dafür sind viele Haltestellen kaum als solche wahrzunehmen und selbst wenn findet man dort keine Information, wann der nächste Bus kommt. “Fahrpläne sind was für Deutsche”, wurde mir gesagt. Aber woher soll man denn bitte wissen, dass diese Linie jeden dritten Samstag nicht hier hält und vormittags sowieso eine komplett andere Route nimmt!? Und dann gibt es natürlich immer mehr als eine Busgesellschaft und jede hat seine eigenen Tarif, Fahrscheine und Haltestellen. Gut an den Bussen (zumindest hier in Davis) ist hingegen, dass sie alle mit GPS ausgestattet sind. Man kann hier online nachsehen, wo sich der Bus gerade befindet. Die Fahrpläne werden also eh fast nicht eingehalten, aber so weiß man immerhin etwa, wann der Bus vorbei kommt. Lustig ist allerdings, wie man hier seinen Haltewunsch signalisiert: man zieht an einer Schnur, die durch den ganzen Bus gespannt ist.
Autos Gerade hier in Davis und weiter in Richtung San Francisco besteht eine hohe Dichte an Hybridfahrzeugen. Das ist schon lustig, wenn ein Auto an dir vorbei fährt, dass keinerlei Geräusche macht. Auf der anderen Seite gibt es aber auch hier Pickups und alle anderen Yachten auf vier Rädern. Wer braucht solche Autos in einer Stadt? Aber gerade in manchen Städten merkt man, wie viele Leute hier wirklich Auto fahren. LA bestand für mich zu einem signifikanten Anteil aus Staus und Parkhäusern. Es gibt auch oft eine Car-Pool-Lane, also eine eigene Spur für Fahrgemeinschaften. Eine Fahrgemeinschaft bedeutet dabei nicht unbedingt, dass sich mehr als 5 Leute in ein Auto zwängen müssen, oft zählen schon Autos ab 2 Insassen als Carpool. Seltsamerweise sind diese Spuren trotzdem fast immer frei, während die anderen Spuren stehen – in den meisten Autos sitzt einfach immer nur eine Person.


Verrückt die Amis mit ihren Waschmaschinen.
Die Carpool-Spur hingegen find ich nicht schlecht, da ich eher selten alleine im Auto sitze. Scheiß auf den Stau einfach vorbeifahren. Eine coole Erfindung, fragt man sich, warum die Amis das nicht nutzen… Okay, jetzt zu dem Davis Fahrradstadt-Artikel…
Ich bin mir dessen Bewusst, dass die folgende Übersetzung falsch ist, aber mancher (dem englichen nicht so mächtigen) dürfte sich doch arg wundern über eine Schild: “Achtung, bitte halten sie alle Körperteile aus der Fensteröffnung”. Naja ich fands lustig.
Ach und wann gibts die Auflösung zu deinem spannende Bildersuchspiel, ich bin schon total aufgeregt?!
Der Red Button schlägt gleich zu, wir haben jetzt 3 Geldleitungen geschaltet!
Was für eine Nostalgie
. Waschmaschinen mit Propeller gab es in der Heimat in den 70iger Jahren, die konnten sogar selbst heizen, mit Temperaturregler, aber schleudern konnten sie nicht. Eine Schleuder gab es extra. Die wurde unter anderem auch für Thüringer Klöße gebraucht.
Ich hätte eigentlich noch das metrische System erwähnen sollen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Metrisches_System